Musikverein Lutten 95 Jahre jung !

Gegen Ende des Jahres 1919 wurde der Musikverein Lutten gegründet. Die Initiative dazu kam von Lehrer Aloys Themann, der auch das Amt des Dirigenten übernahm. Zusammen mit ihm gehörten Heinrich Borchers, Heinrich von Döllen, Hermann Fortmann, Heinrich Freese, August Hasenkamp, Heinrich Hasenkamp, Georg Normann, Franz Tebbert, Julius Tebbert, Klemens Tepe, Theodor Vaske und Oskar Zettl zu den Gründern des Vereins. Die ersten Instrumente wurden teilweise selbst bezahlt oder geliehen. So wurde die erste Trompete vom Orgelbauer Bernhard Kröger, Vechta gekauft und von den Mitgliedern per Umlage bezahlt. Der Dirigent besaß selbst ein Instrument und lieh sich zwei weitere von befreundeten Musikkollegen.
 

 

Der Verein beschaffte sich durch Theateraufführungen und Verlosungen Geld für die Anschaffung von Musikinstrumenten. Ebenso veranstaltete man in den Anfangsjahren zu Weihnachten einen Musikerball und kaufte aus den Reinerträgen weitere Musikinstrumente. Mit diesen Instrumenten wurde die Grundlage des jetzigen Musikvereins geschaffen. In kurzer Zeit hatte Dirigent Themann leichte Lieder und Märsche eingeübt. Im Sommer 1924 legte Dirigent Themann das Amt nieder und Hauptlehrer Eduard Kramer übernahm bis 1926 das Dirigentenamt, der es an Bernd Dammann weitergab. 1934 trat der Musikverein Lutten offiziell dem Musikerbund bei, den er 1927 mitbegründet hatte, und trat beim Musikerbundesfest in Ellenstedt im selben Jahr auf.

Während der „Naziära“ stellte der Musikverein seine Tätigkeit ein, da man den Anforderungen der Machthaber nicht entsprechen konnte und wollte. Nur zu den örtlichen kirchlichen Feiern und Festen fand man sich zusammen.

Nach dem Krieg nahm der Verein unverzüglich seine Übungsabende wieder auf und man konnte, wenn auch nur 7 Mitglieder stark, 1945 bei der feierlichen Gestaltung der Fronleichnamsprozession mitwirken. Im Mai 1947 übernahm Lehrer Joseph Klövekorn den Dirigentenstab.

1951 wurde der Musikverein Lutten mit der Durchführung des Musikerbundesfestes beauftragt. Durch vielfältige Veranstaltungen wie z.B. Preisschießen wurden die Mittel beschafft um das Fest organisieren zu können.

 

 

Von 1954 bis 1959 übernahm wieder Bernhard Dammann das Dirigentenamt der es dann für 3 Jahre an Walter Bocklage abgab. Unter seiner Leitung fand am 14. Mai 1961 zum zweiten Mal das Musikerbundesfest in Lutten statt. Es kamen 12 Musikvereine nach Lutten. In der Presse konnte man zu diesem Fest nachfolgende Überschriften Lesen. „Die Freude am Musizieren ist in Lutten zu Hause“, „Bitte an die Gemeinden: Unterstützt die Blasmusik“ „Musikerbundesfest von bestem musikalischen Niveau.“.